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Willkommen in meinem Modellbahn‑Nerdversum


(Achtung: Enthält Spuren von Elektronik, Wahnsinn und 1:220‑Magie)

Ich bin Modellbahner. Nicht so „ich hab da mal ’ne Lok geschenkt bekommen“, sondern ISO‑zertifiziert nerdig. Während andere Menschen am Wochenende Netflix schauen, soziale Kontakte pflegen oder Dinge tun, die allgemein als „normal“ gelten, optimiere ich die PWM‑Frequenz meiner LED‑Beleuchtung, weil der Bahnhof sonst „nicht authentisch flackert“.

Mein Hobbyraum ist streng genommen kein Raum, sondern ein Hochleistungs‑Rechenzentrum für Miniatur‑Infrastruktur.

Hier liegen Gleise, Kabel, Decoder, Mikrocontroller, Widerstände, Preiserlein und Werkzeuge herum – und jedes einzelne Teil hat eine Aufgabe. Also theoretisch. Praktisch hat es meistens eine andere Aufgabe, als ich ursprünglich geplant hatte.

Wenn Besuch kommt, führe ich meine Anlage vor wie andere Leute ihre neuesten Gaming‑PCs. „Schau mal, wie sauber die Lok fährt!“ sage ich, während sie mit 40 km/h Maßstabsgeschwindigkeit vorbeizuckelt – natürlich mit exakt berechneter Beschleunigungskurve, die ich drei Nächte lang optimiert habe. Außenstehende nicken höflich. Ich hingegen überlege, ob ich der Lok eine Firmware‑Changelog‑Seite widmen sollte.

Und ja, ich höre es oft: „Modellbahn? Ist das nicht was für Kinder?“
Natürlich. Für Kinder, die CAN‑Bus‑Topologien zeichnen, EEPROM‑Layouts planen, über Protokoll‑Latenzen diskutieren und sich ernsthaft fragen, ob 3,3V oder 5V die moralisch bessere Betriebsspannung ist.

Diese Website ist meine private Projektseite – mein digitales Laborjournal, mein Nerd‑Archiv, mein Ort für alles, was in Spur Z (1:220) blinkt, fährt, funkt oder gelegentlich raucht. Hier treffen klassische Modellbautechnik und moderne Elektronik aufeinander, manchmal sogar ohne dass der FI‑Schalter auslöst.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung des MBCAN‑Projekts, das ich von Dr.-Ing. Thomas Wiesner übernommen habe. MBCAN ist eine CAN‑basierte Steuerungsarchitektur für Modellbahnen – modular, robust, echtzeitfähig und so nerdig, dass selbst professionelle Automatisierungstechniker kurz innehalten und sagen: „Okay… Respekt.“

Wichtig:
Hier wird nichts verkauft.
Ich bin Entwickler, Bastler, Nerd – aber kein Händler.
Wenn ich etwas baue, dann weil ich es brauche. Oder weil ich wissen will, ob es geht. Oder weil ich vergessen habe, warum ich angefangen habe, aber jetzt nicht mehr aufhören kann.

Wenn du selbst tüftelst, programmierst, debugst oder einfach nur wissen willst, warum jemand freiwillig versucht, ein 0402‑SMD‑Bauteil mit bloßen Händen zu löten, dann bist du hier richtig. Dieses Hobby lebt von Austausch, Kreativität – und einer Heißklebepistole, die grundsätzlich genau dann leer ist, wenn der CAN‑Bus gerade perfekt funktioniert.



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